Methodik
| Phase 1 |
Daten und Ziele erfassen
Zu Beginn werden Beteiligungsquoten, Rollen, Beiträge und Zeithorizonte aufgenommen. Diese Informationen bilden die Grundlage, um spätere Klauseln mit der wirtschaftlichen Realität abzugleichen. |
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| Phase 2 |
Risiken strukturieren
Anschließend werden Konfliktfelder wie Ausscheiden, Stimmrechte oder Informationspflichten in konkrete Szenarien übersetzt und priorisiert.
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| Phase 3 |
Entwurf, Verhandlung, Finalisierung
Auf Basis der priorisierten Themen entsteht ein Entwurf, der in geordneten Feedback-Schleifen geschärft und schließlich notarreif gemacht wird.
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| Parallel |
Dokumentation und Konsistenz
Begleitend werden Cap-Table, Beschlussvorschläge und Anhänge gepflegt, damit alle Dokumente konsistent sind und spätere Runden vorbereitet werden. |
Ablauf der Suirpolopudy-Methodik im Detail
Der Ablauf folgt einer festen Reihenfolge: erst die wirtschaftliche Realität verstehen, dann Risiken strukturieren, anschließend Entwürfe in Runden schärfen und zum Schluss die formale Seite mit dem Notariat klären.
Ausgangslage erfassen und Themen priorisieren
Risiken sichtbar machen und strukturieren
Entwurf erstellen und in Runden verfeinern
Formale Prüfung und Vorbereitung der Beurkundung
Schritte für das Gründungsteam
Damit der Prozess planbar bleibt, werden Aufgaben und Zeithorizonte für das Gründungsteam in klaren Schritten beschrieben – von der ersten Datensammlung bis zur Vorbereitung des Notartermins.
Grunddaten, Rollen und bestehende Unterlagen zusammentragen
Zu Beginn sammelt das Gründungsteam alle relevanten Basisinformationen: Namen und geplante Beteiligungsquoten der Gesellschafter, Rollen im Unternehmen, geplante Beiträge in Kapital, Zeit oder Sachleistungen sowie grobe Vorstellungen zu Stimmrechten und Vetorechten. Zusätzlich werden vorhandene Unterlagen wie Term Sheets, Pitch-Decks oder einfache Beteiligungsübersichten bereitgestellt. Diese Sammlung bildet die Grundlage für das erste strukturierte Gespräch und ermöglicht eine zielgerichtete Priorisierung der Themen.
Praktische Vorbereitungstipps für Gründungsteams
Einfache Cap-Table-Skizze und Rollenübersicht erstellen
Bevor der eigentliche Prozess startet, sollte das Team eine einfache Übersicht erstellen: Wer soll Gesellschafter werden, mit welchem prozentualen Anteil und welcher Rolle im Unternehmen. Zusätzlich sollten geplante Beiträge wie Kapital, Arbeitszeit, Know-how oder Kontakte festgehalten werden. Diese Skizze muss nicht perfekt sein, erleichtert aber die spätere Strukturierung erheblich. Sie zeigt früh, ob bestimmte Personen eine besondere Stellung einnehmen sollen und ob spätere Mitarbeiterbeteiligungen bereits vorgesehen sind.
Relevante Szenarien und Konfliktfelder vorab diskutieren
Ein offenes Gespräch über mögliche Konfliktsituationen hilft, spätere Überraschungen zu vermeiden. Das Team sollte typische Szenarien sammeln: Was passiert, wenn jemand aussteigt, weniger Zeit einbringt als geplant oder zusätzliche Mittel benötigt werden. Diese Szenarien werden priorisiert und dienen als Grundlage für konkrete Klauseln. So wird verhindert, dass die Gesellschaftervereinbarung nur Standardsituationen regelt, während realistische Risiken unberücksichtigt bleiben.
Entwürfe aktiv lesen und Verständnisfragen sammeln
Beim Lesen von Entwürfen ist es hilfreich, Fragen und Unsicherheiten sofort zu notieren, statt sie nur im Kopf zu behalten. Begriffe, die unklar sind, können markiert und mit Beispielen aus dem eigenen Alltag verknüpft werden. In den folgenden Runden lassen sich diese Punkte gezielt ansprechen und in verständliche Formulierungen überführen. So entsteht eine Gesellschaftervereinbarung, die nicht nur formal korrekt, sondern auch für alle Beteiligten lesbar bleibt.
Dokumente und Versionen von Beginn an sauber strukturieren
Während des gesamten Prozesses sollten alle Unterlagen geordnet und versioniert werden: Entwürfe, Protokolle, Beschlussvorschläge und Anhänge. Eine klare Dateistruktur mit Datumsangaben und Versionshinweisen verhindert, dass unterschiedliche Fassungen im Umlauf sind. Nach der Unterzeichnung sollten die finalen Dokumente zentral abgelegt und allen Gesellschaftern in derselben Version zugänglich gemacht werden, damit im Alltag auf einer einheitlichen Basis gearbeitet wird.
Eigene Gesellschaftervereinbarung nach der Suirpolopudy-Methodik aufsetzen
Wer den beschriebenen Ablauf auf die eigene Gründung anwenden möchte, sollte früh Eckdaten teilen: Zahl der Gesellschafter, geplante Beteiligungen, Rollenverteilung, Zeitplan für den Notartermin und besondere Szenarien, die bereits absehbar sind.